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kleine SchneckenNeocaridina-Garnelen gehören zu den beliebtesten Süßwassergarnelen überhaupt. Sie sind robust, farbenfroh und eignen sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Aquarianer. Mit den richtigen Wasserwerten und einer passenden Einrichtung vermehren sie sich oft problemlos und bereichern jedes Aquarium.
In diesem Ratgeber erfährst du alles Wichtige über die artgerechte Haltung von Neocaridina-Garnelen – von der Einrichtung über die Wasserwerte bis hin zur Fütterung und Vergesellschaftung.
Was sind Neocaridina?
Neocaridina sind kleine Süßwassergarnelen aus Ostasien. Durch jahrzehntelange Zucht entstanden zahlreiche Farbvarianten, darunter:
- Blue Dream
- Blue Velvet
- Bloody Mary
- Red Cherry
- Yellow Fire
- Orange Sakura
- Green Jade
- Black Rose
- Carbon Rili
- Red Rili
Alle Farbformen gehören derselben Art an und unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Färbung.
Aquariumgröße
Neocaridina können bereits in kleinen Aquarien gehalten werden.
Empfohlene Beckengrößen:
- ab 20 Liter für kleine Gruppen
- 30–60 Liter für Anfänger ideal
- größere Aquarien bieten stabilere Wasserwerte
Je größer das Aquarium ist, desto stabiler bleibt das biologische Gleichgewicht.
Die richtige Einrichtung
Neocaridina fühlen sich in dicht bepflanzten Aquarien besonders wohl.
Empfehlenswert sind:
- Moose (Javamoos, Christmas-Moos, Phoenix-Moos)
- feinfiedrige Pflanzen
- Wurzeln
- Laub (Seemandelbaum, Buche oder Eiche)
- kleine Steine
- Garnelenhöhlen
- Schwimmpflanzen
Moose dienen als Weidefläche für Mikroorganismen und bieten Junggarnelen hervorragenden Schutz.
Bodengrund
Für Neocaridina eignet sich gewöhnlicher, neutraler Bodengrund:
- feiner Kies
- Quarzkies
- Sand
Ein aktiver Soil ist normalerweise nicht notwendig und kann die Wasserwerte unnötig verändern.
Wasserwerte
Neocaridina gelten als anpassungsfähig. Dennoch entwickeln sie sich bei stabilen Wasserwerten deutlich besser.
Wasserwert Empfehlung Temperatur 20–25 °C pH 6,8–7,8 GH 6–12 °dGH KH 3–8 °dKH Leitwert 250–500 µS/cm Nitrat möglichst unter 20 mg/l Nitrit 0 mg/l Ammoniak 0 mg/l Wichtiger als perfekte Werte sind konstante Werte ohne starke Schwankungen.
Filterung
Ideal sind:
- Hamburger Mattenfilter
- luftbetriebene Schwammfilter
- Außenfilter mit Garnelenschutz
- kleine Innenfilter mit Vorfilterschwamm
Achte darauf, dass Junggarnelen nicht eingesaugt werden können.
Beleuchtung
Die Beleuchtung richtet sich hauptsächlich nach den Pflanzen.
Eine tägliche Beleuchtungsdauer von etwa 6 bis 8 Stunden ist für neu eingerichtete Aquarien sinnvoll. Später können 8 bis 10 Stunden ausreichend sein.
Ernährung
Neocaridina sind Allesfresser mit einem hohen Anteil pflanzlicher Nahrung.
Geeignet sind:
- Garnelensticks
- Algenblätter
- Brennnessel
- Spinat
- Zucchini
- Hokkaido-Kürbis
- Walnussblätter
- Brennnesselblätter
- Buchenlaub
- Erlenzapfen
Proteinreiches Futter sollte nur ein- bis zweimal pro Woche angeboten werden.
Im Aquarium fressen Garnelen außerdem Biofilme, Algen und abgestorbenes Pflanzenmaterial.
Wasserwechsel
Regelmäßige Wasserwechsel sorgen für stabile Wasserwerte.
Empfehlung:
- wöchentlich 20–30 %
- frisches Wasser möglichst an Temperatur und Wasserwerte anpassen
Große Wasserwechsel mit stark abweichenden Wasserwerten können Stress verursachen.
Vergesellschaftung
Geeignete Mitbewohner sind beispielsweise:
- kleine Panzerwelse
- Otocinclus
- Rennschnecken
- Geweihschnecken
- friedliche Zwergbärblinge
- kleine Boraras-Arten
Große Barsche oder räuberische Fischarten sind ungeeignet.
Junggarnelen werden von vielen Fischen gefressen. Eine dichte Bepflanzung erhöht ihre Überlebenschancen deutlich.
Fortpflanzung
Unter guten Bedingungen vermehren sich Neocaridina regelmäßig.
Nach der Paarung trägt das Weibchen die Eier etwa drei bis vier Wochen unter dem Hinterleib.
Die Junggarnelen schlüpfen vollständig entwickelt und benötigen kein Brackwasser.
Bereits wenige Stunden nach dem Schlupf beginnen sie, Biofilme und Mikroorganismen zu fressen.
Häutung
Eine regelmäßige Häutung ist lebenswichtig.
Probleme entstehen häufig durch:
- Mineralstoffmangel
- starke Schwankungen der Wasserwerte
- Kupferbelastung
- schlechte Wasserqualität
Eine leere Garnelenhaut im Aquarium ist völlig normal und sollte meist im Becken verbleiben, da sie wertvolle Mineralstoffe enthält.
Häufige Fehler
Zu frühes Einsetzen
Ein frisch eingerichtetes Aquarium besitzt oft noch nicht genügend Mikroorganismen.
Lass das Aquarium vollständig einlaufen, bevor Garnelen eingesetzt werden.
Überfütterung
Zu viel Futter belastet das Wasser und fördert unerwünschte Bakterien sowie Algen.
Weniger ist meist mehr.
Kupfer
Kupfer ist bereits in geringen Mengen giftig.
Vor der Verwendung von Medikamenten oder Pflanzendüngern sollte immer geprüft werden, ob sie für Garnelen geeignet sind.
Zu wenig Verstecke
Moose, Pflanzen und Wurzeln reduzieren Stress und erhöhen die Überlebensrate der Jungtiere erheblich.
Fazit
Neocaridina-Garnelen zählen zu den pflegeleichtesten Wirbellosen in der Aquaristik. Mit einem gut eingefahrenen Aquarium, stabilen Wasserwerten, abwechslungsreicher Ernährung und vielen Versteckmöglichkeiten lassen sie sich problemlos über viele Jahre halten und vermehren.
Wer regelmäßig Wasser wechselt, sparsam füttert und auf eine gute Wasserqualität achtet, wird lange Freude an gesunden, aktiven und intensiv gefärbten Garnelen haben.